Das Ziel, ein Lächeln in die Gesichter vieler Isenbütteler zu zaubern, dürfte den Akteuren gelungen sein: Hunderte bunter Herzen mit netten Botschaften verzierten am Freitagmorgen das Dorf. Die AZ weiß, wer dahinter steckt.

Isenbüttel

Überraschung geglückt – wie in der Polizeistation in Isenbüttel waren am Freitagmorgen vermutlich auch die Mitarbeiter diverser anderer Einrichtungen in Isenbüttel freudig überrascht, als sie die mit Herzen verzierten Eingangstüren in Arztpraxen, Supermärkte und Senioreneinrichtungen fanden. Thomas Reuter, Sprecher der Polizei, berichtete mit einem Schmunzeln: „Der Verursacher ist bislang unbekannt, muss aber nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.“


Lauter bunte Herzen überall in Isenbüttel, um Dankeschön zu sagen – über Nacht hingen sie am Ortsschild, an Eingangstüren von Supermärkten und Arztpraxen und bei der Polizei.

Auf der Suche nach bunter Pappe

Die AZ lüftet das Geheimnis: Die Kinder von der Jugendfeuerwehr mit ihrem Betreuer Marcel Beskow stecken dahinter. „Wir Betreuer hatten die Idee, und die Kids waren begeistert“, erzählt Beskow. Im Handumdrehen gab es eine WhatsApp-Gruppe der Akteure. „Dann mussten wir farbige Pappe organisieren – kaufen ist ja im Moment ein bisschen schwierig“, berichtet Beeskow. „Zum Teil haben wir Familien einzeln abgeklappert und gefragt, ob die noch Reste haben.“

Für ein Lächeln

Nächster Schritt: Aus den Pappen haben die Kinder – natürlich einzeln und zuhause – Hunderte von Herzen geschnitten und mit Botschaften versehen wie „Haltet durch“ und „Ihr seid die Besten“. „So versuchen sie, in der schweren Zeit den Leuten ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern“, sagt Beskow. Er und sein Cousin haben dann in einer nächtlichen Aktion heimlich still und leise überall in Isenbüttel die Herzen an die Eingangstüren geklebt: „Arztpraxen, Apotheken, Tagespflege, Supermärkte, Kiosk“, zählt er auf. Und bei der Polizei: „Die hätte uns fast noch erwischt“, schmunzelt der Isenbütteler. Er und sein Cousin hatten gerade beim benachbarten Hadi-Markt im Scheinwerferlicht ihres Autos angefangen, die Herzen aufzukleben, als eine Streife vorbei kam.

 

Artikel von der Allerzeitung

Bilder von Marcel Beskow